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Baustelle vier Wochen länger
Wildeshausen – Der Abschluss der Bauarbeiten an der Delmenhorster Straße in Wildeshausen verzögert sich um rund vier Wochen. Statt bis zum 27. Oktober werden sie bis zum 27. November dauern. Das geht aus internen E-Mails hervor, die die Mediengruppe Kreiszeitung einsehen konnte. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg bestätigte auf Nachfrage das Enddatum.
Seit dem 22. September ist der Abschnitt von der Einfahrt zum Gewerbegebiet Stockenkamp bis zur Altona-Kreuzung für eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn gesperrt. Außerdem wird ein kombinierter Geh-/Radweg neben der Straße errichtet. Ein zweiter Abschnitt der Baustelle ist vom Gewerbegebiet bis zur Harpstedter Straße geplant. Durch diesen Ablauf soll die dauerhafte Erreichbarkeit der Unternehmen und des Kreishauses sichergestellt werden.
Während die Arbeiten im ersten Abschnitt laut Behörde im Zeitplan liegen, gibt es offenbar im zweiten Teil ein Problem. In einer E-Mail ist die Rede von „unvorhersehbaren Schwierigkeiten bei der Verlegung des Regenwasserkanals“. Dementsprechend verschiebe sich die Fertigstellung. Die Asphaltarbeiten sind für die kommende Woche (erster Abschnitt) und die Zeit vom 4. bis 6. November (zweiter Abschnitt) geplant.
Der Landkreis Oldenburg weist auf seiner Internetseite auf die Verzögerung hin. Und auch der Bürgerbusverein hat darauf reagiert. Die Ehrenamtlichen bieten einen kostenlosen Shuttleservice zur provisorischen Haltestelle „Wildeshauser Hof“ an, denn reguläre Verbindungen sowohl des Bürgerbusses als auch des „Huntesprinters“ zum Kreishaus sind während der Arbeiten nicht möglich. Damit werde der lange Fußweg vom Bahnhof zum Kreishaus für Mitarbeiter der Verwaltung verkürzt, so der Bürgerbusvorsitzende Jochen Hoppe. Der Service werde jetzt verlängert.
Montags bis donnerstags fährt der Reservebus von 7 bis 9 Uhr sowie von 14.45 bis 16.45 Uhr zwischen dem Bahnhof und dem „Wildeshauser Hof“. Freitagnachmittags wird stattdessen von 11.45 bis 13.45 Uhr gefahren. Vorgesehen ist ein 15-Minuten-Takt.
Für Verwirrung sorgt bei manchem Autofahrer derweil die Umleitung. Wer bei der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-Nord abfährt und der offiziellen Beschilderung folgt, wird über die Bundesstraße 213 nach Norden, dann durch Simmerhausen und Prinzhöfte nach Harpstedt und von dort in die Kreisstadt geleitet. Das entspricht einer Strecke von rund 25 Kilometern.
Dabei ist es wesentlich kürzer, einfach der B 213 nach Süden zu folgen und vom Nordring aus über die Breslauer Straße und „Im Hagen“ zur Delmenhorster Straße zu fahren. Das sind nur knapp vier Kilometer. Da Navigationsgeräte diese Route vorziehen, wird es zu bestimmten Zeiten recht voll auf der Straße „Im Hagen“ – zum Beispiel, wenn Eltern ihre Kinder zur Wallschule oder zur „Schatzinsel“ bringen.
Auch kurios: Wer den gerade erst für 1,5 Millionen Euro neu gebauten E-Ladepark an der Delmenhorster Straße anfahren möchte, kann das trotz laufender Arbeiten an der Fahrbahn immer noch tun. Zu beiden Seiten der aktuellen Baustelle sind Häuschen mit Personal eingerichtet, das Autofahrern diesen Weg ermöglicht.
Artikel in der Kreiszeitung Wildeshausen vom 8.10.26